Archiv für den Monat: April 2013

Die Deutsche Telekom und die Netzneutralitäts-Debatte

Die Drosselungspläne der deutschen Telekom sorgen in Deutschland für Empörung. Kritisiert wird auch, dass die Telekom die Netzneutralität verletzt. Ich finde: sie tut dies nur deshalb, weil sie den eigenen IP-TV Traffic von der Drosselung ausnehmen will.  Weiterlesen

Petition NEIN zum BÜPF

Eine überparteiliche Petition fordert das Parlament auf, die geplanten Änderungen des Bundesgesetzes über die Überwachung von Post und Fernmeldewesen abzulehnen.

Unterzeichne die Petition hier!

Das neue Bundesgesetz betreffend die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (BÜPF) erlaubt die Installation von Bundestrojanern auf unseren Computern und Mobiltelefonen, die Speicherung auf Vorrat ALL unserer Verbindungsdaten während 12 Monaten (E-Mail, Handy, IP-Adressen, usw.) sowie eine intrusive Überwachung der Mobiltelefonie.

blogpost_buepf_teaser-s_d

c’t Editorial für Netzneutralität

Im Hinblick auf die neuen Tarifmodelle der Deutschen Telekom formuliert Urs Mansmann im Editorial der c’t punktgenau und verständlich, worum es geht:

Die Telekom stimmt das Gejammer über teure Intensivnutzer stets nur dann an, wenn der Kunde fremde Dienste nutzt. Magentafarbene Bits haben im Telekom-Netz offenbar ganz andere Eigenschaften als die bunten aus dem Internet. (…) Die Telekom peilt offenbar ein Geschäftsmodell an, bei dem der Kunde limitiertes Internet als Dreingabe für seinen DSL-Anschluss kriegt, aber datenintensive Dienste kostenpflichtig exklusiv bei der Telekom bucht und bezieht, alles mit der Geschmacksnote Magenta. (Quelle: c’t 9/13)

Zum Glück haben wir in der Schweiz im Festnetzbereich momentan eine andere Situation – die Wettbewerber konkurrieren sich hier primär über immer grössere Bandbreiten. Dennoch wird auch hier nicht jedes Bit gleich bemessen. Im Mobilfunkbereich, wo die Bandbreiten trotz technologischer Sprünge immer noch um Grössenordnungen kleiner sind, und real existierende Abos konkret die Netzneutralität verletzen ist dagegen auch in der Schweiz eine gesetzliche Verankerung notwendig.