Archiv für den Monat: Juli 2013

E-Voting muss vertrauenswürdig sein

E-Voting macht in den letzten Tagen Schlagzeilen in der Schweiz. Negative Schlagzeilen. Die bestehenden Systeme einiger Kantone sind offenbar untauglich. Die elektronisch abgegebene Stimme kann – ohne dass dies die BürgerInnen merken – abgeändert werden. Damit ist das Vertrauen in Internetabstimmungen massiv gestört.

Korrekt darum die Forderungen der Grünen Genf: Für den Moment muss vote éléctronique gestoppt werden (vgl. die Beiträge auf den Websiten der Grünen Genf vom 21. Juli und vom 23. Juli). Update 27.7.: Noch weiter geht die Fraktionspräsidentin der Grünen Kanton Zürich, Esther Guyer: Sie fordert einen gänzlichen Übungsabbruch (Artikel Newsnetz)/(Artikel 20min).

Zentral bleiben die grundsätzlichen Forderungen, welche die Grünen Schweiz bereits – nur wenige Tage vor Bekanntwerden der Sicherheitslücken – in ihrer Anhörungsantwort zu Vote éléctronique Verordnung (PDF) stellten:

  1. Die Software für Vote éléctronique muss grundsätzlich Open Source sein – der Quellcode also offen verfügbar. Nur so können auch unabhängige Stellen die Software auf Sicherheitslücken hin durchsuchen.
  2. Und die Verifizierbarkeit muss gewährleistet sein – eine Anforderung, welche das aktuell in Genf und anderen Kantonen verwendete System nicht erfüllt.

Übrigens hat e-Voting schon früher überparteilich Kritik hervorgerufen. Z.B. im März 2012 (vgl. inside-it und 20min.ch).

HOWTO: Wie schützt man sich gegen Überwachung im Internet?

Wir nutzen das Internet, Email und Web, heute täglich. Und seit dem Aufkommen der Smartphones nicht nur am Computer zuhause oder im Geschäft. Ein gefundenes Fressen für Geheimdienste, welche die meist unverschlüsselte Kommunikation nach Belieben mitschneiden. Was kann man dagegen tun?

Einige Antworten finden sich auf der Homepage von Balthasar Glättli