Archiv für den Monat: Dezember 2016

Datenschutzgesetz: Endlich kommt die Revision!

Seit Ende 2011 wurde – jeweils auf „den kommenden Herbst“ – die Vernehmlassung für eine Totalrevision des Datenschutzgesetzes vom Bundesrat angekündigt. Nun ist sie endlich da. Die Grünen werden sich auch in der AG Netzpolitik vertieft damit befassen und auch von den Erfahrungen von Jan-Philipp Albrecht, dem Datenschutzexperten der Grünen im EU-Parlament, profitieren.  Foto: gruene-bundestag via flickr, cc-by Weiterlesen

EuGH untersagt Mitgliedstaaten allgemeine und unterschiedslose Vorratsdatenspeicherung

Der Europäische Gerichtshof hat in einem Urteil am 21.12.2016 sich erneut zur Vorratsdatenspeicherung geäussert. Er schliesst diese unter bestimmten Auflagen zur Bekämpfung schwerer Straftaten nicht aus, untersagt aber gleichzeitig eine allgemeine und unterschiedslose Vorratsdatenspeicherung. (Foto: Foto: Martin Abegglen (via flickr), CC BY SA) Weiterlesen

EU-Datenschützer fordern Recht auf eigene Daten in maschinenlesbarer Form

Die EU-Datenschutzbeauftragten fordern, dass die europäische Datenschutz-Grundverordnung weit auszulegen sei. Das heisst, dass das Recht auf die Herausgabe persönlicher Daten jedem den Anspruch gibt, auf ihre selbst generierten Daten z.B. von Suchmaschinen, Fitnessarmbändern oder intelligenten Stromzählern in einer strukturierten und maschinenlesbaren Form zugreifen zu können.

Mein Kommentar: Sollte diese Forderung tatsächlich umgesetzt werden, hätte sie auch weitreichende Folgen für die Ökonomie von Big Data. Es könnte sich ein neues Ökosystem von Datenaus- und Zweitverwertung entwickeln, dessen Gewinne aber nicht bei den jetzigen Besitzern blieben, sondern zwischen den Eigentümern und neuen Dienstleistern geteilt würden.

Quelle: Heise.de Newsticker vom 19.12.2016

Der Kanton Genf gibt sein E-Voting System als Open Source frei

Der Kanton Genf veröffentlicht seine E-Voting-Anwendung als Open Source Software. Ein erster Teil des Codes wurde auf GitHub veröffentlicht, der Rest soll im nächsten Jahr folgen. Damit wird nicht nur Vertrauen und Transparenz in ein solches System erhöht. Es wird auch vorgemacht, wie es anders geht: Open Source soll in der öffentlichen Beschaffung zum Standard werden und nicht die Ausnahme bleiben.

CH Open Pressemitteilung