Archiv des Autors: Balthasar Glättli

Über Balthasar Glättli

Nationalrat Grüne (Kanton Zürich) seit 2011.

Botschaft zur FMG-Revision veröffentlicht

Der Bund hat am 6. September 2017 seine Botschaft zur Revision des Fernmeldegesetzes verabschiedet und einen Tag darauf veröffentlicht. Die Reaktionen der Politik und aus der Branche waren gemischt. Umstritten ist in der Branche selbst vor allem die Regulierung des Zugangs zum Glasfasernetz. Weiterlesen

Let’s encrypt: Hälfte des Internet-Traffics verschlüsselt

Die encrypt the web Bewegung hat laut der Electronic Frontier Foundation (EFF) ein wichtiges Zwischenziel erreicht: etwa die Hälfte des Internetverkehrs wird nun bereits via HTTPS verschlüsselt. Die Projekte Let’s Encrypt und Certbot haben die technischen Lösungen zur Verfügung gestellt, um die vormals komplizierte und teure Verschlüsselung breit verfügbar zu machen.

Zur Feier des Tages stellt auch netzpolitik.gruene.ch auf HTTPS um.

Quelle: https://www.eff.org/

Syndicom fordert „Gute Arbeit in der Digitalen Schweiz“

QUELLE: Syndicom fordert „Gute Arbeit in der Digitalen Schweiz“

Als Reaktion auf den kürzlich vorgestellten Digitalisierungsbericht des Bundesrats hat die ICT-Gewerkschaft syndicom am 9. Februar 2017 ihr Manifest für eine digitale Schweiz mit sozialer Verantwortung vorgestellt. «In der politischen Debatte muss zwingend auch die Perspektive der Beschäftigten einbezogen werden», ist Giorgio Pardini, Leiter des ICT-Sektors von syndicom, überzeugt. Erste Signale seien positiv: «Der Bund zieht uns bei der Erarbeitung des zweiten Digitalisierungsberichts mit ein und die Swisscom bildet mit den Sozialpartnern eine Arbeitsgruppe, um Digitalisierungsthemen gemeinsam anzugehen», ergänzte Pardini.

syndicom hält kursierende Szenarien über bald aussterbende Berufe für reine Angstmacherei. «Wir gehen davon aus, dass es sich um einen langandauernden Prozess handelt, so dass die natürliche Fluktuation und die Anpassungen der Berufsbilder die negativen Folgen für die Berufstätigen zu einem grossen Teil abfedern wird», schilderte Pardini. Kein Verständnis hat syndicom für die Forderung ideologisch geprägter Arbeitgeber, nicht mehr zwischen Arbeitnehmer/innen und selbständig Erwerbenden zu unterscheiden. «Der Arbeitsvertrag ist eine Errungenschaft der Moderne, der den Beschäftigten materielle und soziale Sicherheit, viele Freiheiten und hohe Lebensqualität bietet», führte Pardini aus.

Der Schlüssel liegt bei der Bildung
In einem Punkt sind sich syndicom und der Bundesrat einig: Ein Schlüssel zur erfolgreichen Bewältigung der Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt liegt in der Bildung und deren Anpassung an die zukünftig benötigten Kompetenzen. Dies gilt sowohl für die Grundschule, die Berufsbildung und die tertiäre Bildung, als auch für die Aus-und Weiterbildung in den Unternehmen. Swisscom-Mitarbeiter Pascal Bassu erläuterte, dass eine kürzlich von syndicom durchgeführte Umfrage aufzeige, was er auch im Alltag erlebe: «Die berufliche Aus-und Weiterbildung bei der Swisscom ist zwar gut, weist aber noch Potenzial gegen oben auf.» Deshalb fordere syndicom von Swisscom, dass im Gesamtarbeitsvertrag ein nicht verjährbarer Anspruch auf Weiterbildung verankert werde.

Auch der Gesundheitsschutz erfordert Anpassungen an das digitale Zeitalter, weil die modernen Arbeits-und Kommunikationsmittel eine räumliche und zeitliche Entgrenzung der Arbeit ermöglichen. Deshalb fordert syndicom, dass in den Gesamtarbeitsverträgen das Recht auf Nicht-Erreichbarkeit zu verankern sei, damit die Beschäftigten genügend Zeit zum Abschalten haben. Einen ebenso hohen Stellenwert wie der Gesundheitsschutz haben für syndicom die betriebliche Mitbestimmung und der Datenschutz. Denn nur Unternehmen, die ihre Beschäftigten nicht zu gläsernen Menschen machen und sie in die Entscheidfindung mit einbeziehen, werden die digitale Transformation rasch und erfolgreich schaffen.

Industrie-Allianz für mehr Cybersicherheit im Internet of Things (IoT)

ine Allianz von mehreren Techfirmen hat es sich auf die Fahnen geschrieben, das Internet of Things zu einem sicheren Ort zu machen. Zu den Gründungsmitgliedern der „IoT Cybersecurity Alliance“ zählen AT&T, IBM, Nokia, Palo Alto Networks, Symantec und Trustonic, wie AT&T mitteilt.

Gemäss der Medienmitteilung stieg die Zahl der Schwachstellen in IoT-Geräten in den letzten drei Jahren um 3200 Prozent. Beim exponentiellen Wachstum der IoT-Geräte und -Anwendungen sei die Sicherheit auf der Strecke geblieben, schlussfolgern die Allianzmitglieder. Dies wollen sie ändern.

Einer breiten Öffentlichkeit wurde angesichts der Mirai-Botnetz-Angriffe bewusst, dass auch ans Internet angebundene Geräte gehackt und missbraucht werden können für einen grossen, verteilten Angriff. Vgl. dazu der Bericht von heise vom November 2016: Kriminelle bieten Mirai-Botnetz mit 400.000 IoT-Geräten zur Miete an.

OpenAccess für öffentlich finanzierte Forschung bis 2024

Die Schweizer Rektorenkonferenz „Swissuniversities“ hat sich in ihrer Plenarversammlung am 31.1.2017 auf eine nationale Open-Access-Strategie geeinigt, wonach bis 2024 „in der Schweiz mit öffentlichen Mitteln finanzierte Publikationen öffentlich und kostenfrei zugänglich sein“ sollen.

Grüne fordern Nachbesserungen beim EU-Datenschutzpaket

Die Europäische Kommission stellte am 10. Januar 2017 ein Paket zum Datenschutz vor. Ein Vorschlag betrifft die bisher in der so genannten ePrivacy-Richtlinie festgelegten Regeln für den Schutz personenbezogener Daten bei der elektronischen Kommunikation, also dem Telefonieren, Mailen und Texten per Telefon, Smartphone oder PC. Der Grüne Jan Philipp Albrecht, stellvertretender Vorsitzender des Innen- und Justizausschusses, begrüsst die Vorschläge, fordert aber Verbesserungen: Medienmitteilung von Jan Philipp Albrecht (MdEP GRÜNE)

Datenschutzgesetz: Endlich kommt die Revision!

Seit Ende 2011 wurde – jeweils auf „den kommenden Herbst“ – die Vernehmlassung für eine Totalrevision des Datenschutzgesetzes vom Bundesrat angekündigt. Nun ist sie endlich da. Die Grünen werden sich auch in der AG Netzpolitik vertieft damit befassen und auch von den Erfahrungen von Jan-Philipp Albrecht, dem Datenschutzexperten der Grünen im EU-Parlament, profitieren.  Foto: gruene-bundestag via flickr, cc-by Weiterlesen

EuGH untersagt Mitgliedstaaten allgemeine und unterschiedslose Vorratsdatenspeicherung

Der Europäische Gerichtshof hat in einem Urteil am 21.12.2016 sich erneut zur Vorratsdatenspeicherung geäussert. Er schliesst diese unter bestimmten Auflagen zur Bekämpfung schwerer Straftaten nicht aus, untersagt aber gleichzeitig eine allgemeine und unterschiedslose Vorratsdatenspeicherung. (Foto: Foto: Martin Abegglen (via flickr), CC BY SA) Weiterlesen