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Syndicom fordert „Gute Arbeit in der Digitalen Schweiz“

QUELLE: Syndicom fordert „Gute Arbeit in der Digitalen Schweiz“

Als Reaktion auf den kürzlich vorgestellten Digitalisierungsbericht des Bundesrats hat die ICT-Gewerkschaft syndicom am 9. Februar 2017 ihr Manifest für eine digitale Schweiz mit sozialer Verantwortung vorgestellt. «In der politischen Debatte muss zwingend auch die Perspektive der Beschäftigten einbezogen werden», ist Giorgio Pardini, Leiter des ICT-Sektors von syndicom, überzeugt. Erste Signale seien positiv: «Der Bund zieht uns bei der Erarbeitung des zweiten Digitalisierungsberichts mit ein und die Swisscom bildet mit den Sozialpartnern eine Arbeitsgruppe, um Digitalisierungsthemen gemeinsam anzugehen», ergänzte Pardini.

[taq]Syndicom verabschiedet ein Manifest „Gute Arbeit in der Digitalen Schweiz“[/taq]

syndicom hält kursierende Szenarien über bald aussterbende Berufe für reine Angstmacherei. «Wir gehen davon aus, dass es sich um einen langandauernden Prozess handelt, so dass die natürliche Fluktuation und die Anpassungen der Berufsbilder die negativen Folgen für die Berufstätigen zu einem grossen Teil abfedern wird», schilderte Pardini. Kein Verständnis hat syndicom für die Forderung ideologisch geprägter Arbeitgeber, nicht mehr zwischen Arbeitnehmer/innen und selbständig Erwerbenden zu unterscheiden. «Der Arbeitsvertrag ist eine Errungenschaft der Moderne, der den Beschäftigten materielle und soziale Sicherheit, viele Freiheiten und hohe Lebensqualität bietet», führte Pardini aus.

Der Schlüssel liegt bei der Bildung
In einem Punkt sind sich syndicom und der Bundesrat einig: Ein Schlüssel zur erfolgreichen Bewältigung der Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt liegt in der Bildung und deren Anpassung an die zukünftig benötigten Kompetenzen. Dies gilt sowohl für die Grundschule, die Berufsbildung und die tertiäre Bildung, als auch für die Aus-und Weiterbildung in den Unternehmen. Swisscom-Mitarbeiter Pascal Bassu erläuterte, dass eine kürzlich von syndicom durchgeführte Umfrage aufzeige, was er auch im Alltag erlebe: «Die berufliche Aus-und Weiterbildung bei der Swisscom ist zwar gut, weist aber noch Potenzial gegen oben auf.» Deshalb fordere syndicom von Swisscom, dass im Gesamtarbeitsvertrag ein nicht verjährbarer Anspruch auf Weiterbildung verankert werde.

Auch der Gesundheitsschutz erfordert Anpassungen an das digitale Zeitalter, weil die modernen Arbeits-und Kommunikationsmittel eine räumliche und zeitliche Entgrenzung der Arbeit ermöglichen. Deshalb fordert syndicom, dass in den Gesamtarbeitsverträgen das Recht auf Nicht-Erreichbarkeit zu verankern sei, damit die Beschäftigten genügend Zeit zum Abschalten haben. Einen ebenso hohen Stellenwert wie der Gesundheitsschutz haben für syndicom die betriebliche Mitbestimmung und der Datenschutz. Denn nur Unternehmen, die ihre Beschäftigten nicht zu gläsernen Menschen machen und sie in die Entscheidfindung mit einbeziehen, werden die digitale Transformation rasch und erfolgreich schaffen.

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Neustart beim Blog

Der Blog der AG Netzpolitik ist in den letzten Monaten sehr verwaist. Nun versuchen wir einen Neustart. Damit der Blog mit Infos gefüllt wird und eine gute Quelle für netzpolitisch Interessierte wird, sind weitere Mitschreibende herzlich willkommen, die sich als Grüne für Aspekte der Netzpolitik interessieren.

Bitte melden bei sophie.fuerst (at) balthasar-glaettli (dot) ch

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Erfreulich: Auch die SP widmet sich drei Jahre nach den Grünen der Netzpolitik!

Über drei Jahre nachdem die Grünen im August 2012 ihre netzpolitische Grundsatzresolution zuerst im Vorstand beraten und dann an einer Delegiertenversammlung verabschiedet haben, widmet sich mit der SP nach Grünen und FDP eine dritte Partei der Netzpolitik. Wir freuen uns, wenn netzpolitische Themen hoffentlich nun stärker auf die politische Bühne kommen. Denn Themenfelder wie Datenschutz im Internetzeitalter, Nutzen und Schaden von Big Data, Netzneutralität und Grundrechte im Internet sind heute zentrale politische Fragen.

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Grüne sagen NEIN zu Nachrichtendienstgesetz (NDG) mit Bundestrojaner etc.

In der offiziellen Vernehmlassungsantwort lehnen die Grünen Schweiz das neue Nachrichtendienstgesetz NDG klar ab. Übrigens: Mit dem neuen BÜPF würde auch der Geheimdienst neu auf Randdaten von mindestens zwölf statt wie bisher sechs Monaten zugreifen können – das hat die Schweiz am Sonntag (vgl. Artikel vom 22. Juni) sich vom Sprecher des Dienstes Überwachung, Post- und Fernmeldeverkehr, Nils Güggi, bestätigen lassen: «Sollten die Neuerungen der Revision umgesetzt werden, dann würde auch der NDB ein Stück weit davon profitieren», sagte Güggi gegenüber der Schweiz am Sonntag.

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Simsa erarbeitet Code of Conduct für Hoster

Führende Schweizer Hosting-Unternehmen (Hostpoint, Green, Webland, Nine, Metanet, Swisscom und Cyon) haben gemeinsam Richtlinien für den Umgang mit rechtswidrigen Inhalten erarbeitet und unter Leitung des Branchenverbandes simsa einen Code of Conduct Hosting veröffentlicht. Die im Code of Conduct enthaltenen Handlungsanweisungen sollen die Rolle des Hosting-Providers im Zusammenhang mit der Verfolgung rechtswidriger Inhalte im Internet klären.

http://www.simsa.ch/engagements/code-of-conduct-hosting/

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